VDI ehrt Ingenieursleistung aus Sachsen-Anhalt

Professor Schenk in die Hall of Engineers des VDI aufgenommen

Pressemitteilung / 18.5.2017

Auf dem 28. Deutschen Ingenieurtag am 11. Mai 2017 in Düsseldorf wurde Professor Michael Schenk, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF in Magdeburg und des Instituts für Logistik und Materialflusstechnik an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, mit der Grashof-Denkmünze, der höchsten Auszeichnung des Vereins Deutscher Ingenieure geehrt.

© Foto VDI, Bildschön

Prof. Dr.-Ing. Michael Schenk (rechts) erhält die Grashof-Denkmünze von VDI-Präsident Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer (links).

VDI-Präsident Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer würdigte damit Schenks Verdienste für das deutsche Ingenieurwesen. Er habe die Zusammenarbeit von wissenschaftlichen Einrichtungen mit produzierenden Unternehmen persönlich vorangetrieben. Darüber hinaus setzte er sich besonders für den Ingenieurberuf, die Rolle der Ingenieure und den Nachwuchs ein. Für den VDI war er langjährig in hohen Ämtern tätig, unter anderem sieben Jahre als Vorsitzender des VDI-Landesverbands Sachsen-Anhalt. Zahlreiche von ihm angetriebene Initiativen haben das positive Bild der Technik in der Gesellschaft weiter geprägt, so VDI-Präsident Ungeheuer.

Schenk ist damit nach Hugo Junkers und Herrmann Gruson erst der Dritte Sachsen-Anhalter, der diese höchste Auszeichnung des VDI erhält. Er steht damit in einer Reihe mit weiteren namhaften Empfängern wie Graf Ferdinand von Zeppelin, Carl Bosch oder Ferdinand Porsche.

Schenk selbst sieht diese Ehrung in erster Linie als stellvertretende Würdigung der Arbeit der Ingenieure in Sachsen-Anhalt und zugleich als Werbung für das Bundesland. »Die Auszeichnung ist ein Signal, das zeigt, dass es uns gelungen ist, das Ingenieurwesen und damit die Fachkräftebasis in Sachsen-Anhalt seit 1990 wieder erfolgreich zu entwickeln. Dazu trägt vor allem die hervorragende Ingenieursausbildung an der Otto-von-Guericke-Universität und an den Fachhochschulen des Landes bei« so Schenk. Dafür sei auch das frühzeitige Erkennen von wichtigen Trends wie die Digitalisierung der Wirtschaft verantwortlich. »Was das Fraunhofer IFF und die Universität Magdeburg zusammen aufgebaut haben, ist auch eng verbunden mit der digitalen Transformation«, erklärt der Magdeburger Forscher. »Die jahrelangen gemeinsamen Anstrengungen haben viel dazu beigetragen, das Thema Digitalisierung landesweit in den Unternehmen und Institutionen aufzugreifen und hier zu investieren. Dies ist ein wichtiger Baustein, damit sich die Wirtschaft in Sachsen-Anhalt künftig erfolgreich entwickeln kann«, resümiert Schenk.

Prof. Dr.-Ing. habil. Michael Schenk studierte Mathematik an der Technischen Hochschule Otto-von-Guericke Magdeburg und ist anerkannter Experte für Logistik und Fabrikplanung. 1994 wurde er zum Professor für das Fachgebiet Fabrikplanung und Logistik an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg berufen. Im gleichen Jahr übernahm er die Leitung des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF. Seit 2003 hat er den Lehrstuhl für »Logistische Systeme« am Institut für Logistik und Materialflusstechnik der Universität Magdeburg inne, dessen geschäftsführender Leiter er außerdem ist. Neben seiner Lehrtätigkeit war Prof. Schenk unter anderem von 2007 bis 2013 Vorsitzender des VDI-Landesverbandes Sachsen-Anhalt und von 2009 bis 2014 Mitglied im Präsidium des VDI als Vorsitzender des Regionalbeirats. Prof. Schenk erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Ehrentitel. Für seine Verdienste als Wissenschaftler, Institutsleiter und Hochschullehrer wurde ihm 2016 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

Die Grashof-Denkmünze des VDI, die höchste Ehrung des VDI, wurde 1894 gestiftet zur Erinnerung an Franz Grashof (Professor der theoretischen Maschinenlehre an der Technischen Hochschule Karlsruhe, Mitbegründer und erster Direktor des VDI von 1856 bis 1890). Sie wurde bislang an insgesamt 99 Persönlichkeiten verliehen und gilt als Auszeichnung für Ingenieure, die hervorragende wissenschaftliche oder berufliche Leistungen auf technischem Gebiet erbracht oder sich dem Gebiet der technisch-wissenschaftlichen Gemeinschaftsarbeit verdient gemacht haben.