Pressemitteilung
Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF
Die Energiewende beginnt im Harz
Pressemitteilung 17.9.2012
In der Regenerativen Modellregion Harz wird die zukünftige erneuerbare Stromversorgung getestet. Im Oktober 2012 endet das vierjährige Leuchtturmprojekt, das vom Bundesumweltministerium mit 10 Mio. € gefördert wurde. Die Projektpartner stellen die wichtigsten Projektergebnisse im Rahmen einer Abschlussveranstaltung vor. Die Abschlussveranstaltung findet am 17.9.2012 im Wasserschloss Westerburg in der Gemeinde Huy statt.
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- CO2-frei tanken.
© Viktoria Kühne -
- Die Zukunft ist elektromobil. Dank erneuerbarer Energien soll der Verkehr in Deutschland zukünftig viel umweltfreundlicher werden.
© Viktoria Kühne
Das Stromversorgungssystem befindet sich im Umbruch. Der Ausbau der erneuerbaren Energien und der Ausstieg aus der Atomkraft sind nur zwei der zahlreichen Herausforderungen der Energiewende. Eine Lösungen für diese Herausforderung sind intelligente Netze, sogenannte Smart Grids. Durch die kommunikationstechnische Verbindung aller Komponenten des Stromversorgungssystems wird die Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit gesteigert. Um Smart Grids in Deutschland voranzutreiben, wurden vor vier Jahren von der Bundesregierung sechs E-Energy-Projekte initiiert. Eines dieser sechs Projekte ist die Regenerative Modellregion Harz, in der mehr als 20 Partner aus verschiedenen Bereichen der Elektrizitätswirtschaft Technologien und Geschäftsmodelle für Smart Grids entwickelt haben.
Die Modellregion Harz hat gezeigt, dass mit einem maximalen Anteil erneuerbarer Energien eine stabile, zuverlässige und verbrauchernahe Versorgung mit elektrischer Energie möglich ist. Der Landkreis Harz bot sich für ein derartiges Demonstrationsprojekt besonders an, da der Anteil der erneuerbaren Energien am Verbrauch hier bereits doppelt so groß ist, wie im Bundesdurchschnitt. Die Potenziale für erneuerbare Energien reichen aus, um den gesamten Landkreis regenerativ zu versorgen und darüber hinaus sogar Strom zu exportieren. Das wichtigste Element des Projekts ist das virtuelle Kraftwerk, das die verschiedenen dezentralen und größtenteils erneuerbaren Anlagen koordiniert und dadurch für eine bedarfsgerechte Erzeugung und einen angebotsorientierteren Verbrauch sorgt. Beispielhaft wird die Vermarktung des in der Modellregion erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energien demonstriert. Daneben wurden auch circa 40 Haushalte im Landkreis Harz in das Projekt eingebunden. Durch preisvariable Tarife sollten die Haushalte ihren Verbrauch in Zeiten hoher Erzeugung aus erneuerbaren Energien verlagern. Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die Arbeiten an den elektrischen Netzen. Schreitet der Ausbau der erneuerbaren Energien im Landkreis Harz weiter voran, müssen die Netze ausgebaut werden. Moderne Messtechnik kann den Betrieb der Netze dabei effizienter und sicherer machen. Dies sind nur einige der Ergebnisse, die im Rahmen des Projekts erarbeitet wurden und die beim Abschlusstreffen auf der Westerburg vorgestellt werden.
Das Abschlusstreffen des Projekts Modellregion Harz ist zweigeteilt. Zunächst können sich Interessierte von 15:00 bis 16:30 Uhr im Rathaus Dardesheim den Demonstrator der Modellregion vorführen lassen. Auf diesem wird anschaulich die Funktion des virtuellen Kraftwerks und weiterer Komponenten der Modellregion erläutert. Der zweite Teil beginnt um 16:30 Uhr auf der Westerburg. Nach einem Pressegespräch und Grußworten werden wichtige Projektergebnisse in Kurzvorträgen vorgestellt. Anschließend wird in einer Diskussionsrunde mit Forschern und regionalen Vertretern die Bedeutung des Projekts für die Region besprochen. Bei einem informellen Ausklang gibt es die Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen.


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