Veranstaltungen und Messen
Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF
Gastvortragsreihe Virtual Reality – Mensch und Maschine im interaktiven Dialog
VDTC des Fraunhofer IFF, Joseph-von-Fraunhofer-Straße 1, Magdeburg 26.10.2011 - 30.11.2011
jeweils mittwochs, 17.00 Uhr
Die Vorträge im Überblick
- 26. Oktober 2011
- 2. November 2011
- 9. November 2011
- 16. November 2011
- 23. November 2011
- 30. November 2011
Gefechtsübungszentrum Heer – Angewandte Real-Life-Simulation in der Einsatzausbildung der Bundeswehr
Oberst Michael Matz und Oberstleutnant Peter Makowski, Gefechtsübungszentrum Heer, Kaserne Altmark, Letzlingen
Das Gefechtsübungszentrum Heer in Letzlingen ist die zentrale Ausbildungseinrichtung des Heeres. Es trainieren Verbände und Einheiten aller Truppengattungen des Heeres sowie anderer militärischer Organisationsbereiche (z. B. Sanitätsdienst, Streitkräftebasis) und auch Verbände ausländischer Streitkräfte. Das Zentrum plant und leitet Gefechtsübungen, die auf dem Ausbildungsgelände unter Einsatzbedingungen und auch mehrtätig durchgeführt werden. Zum Einsatz kommen dabei modernste Systemtechnik und z. B. Originalwaffensysteme mit Laser-Duellsimulatoren (ohne scharfes Schießen). Ein Teil der genutzten technischen Komponenten wird vorgeführt.
Im Anschluss an den Vortrag steht Ihnen der Leiter des Gefechtsübungszentrums Heer mit seiner Mannschaft für Fragen oder zur Diskussion zur Verfügung.
Den Airbus kennen – Lernen mit virtuellen Techniken
Michael Kalbow, Airbus Training Centre – STA, Hamburg
Anhand des Weiterbildungsbereiches »Airbus Wartungstraining« wird der konsequente Weg von konventionellen Trainingstechnologien und -methoden bis hin zu virtuellen Trainingstechniken bei Airbus beschrieben. Ohne zu vernachlässigen, dass zu jeder Zeit die modernsten Trainingstechnologien zum Tragen gekommen sind, wird der Vortrag aufzeigen, welche fundamentalen Veränderungen der Einsatz von neuesten Trainingstechnologien (bis hin zum VR) mit sich brachte. Insbesondere die immer intensivere, realistische Integration des technischen Lernobjekts, also des Airbusflugzeugs, in den Klassenraum soll aufzeigen, welchen Vorteile im Sinne von Sicherheit, Qualität und Kostenersparnissen erreicht werden können.
Zudem wird der Vortrag die Veränderung von der (kognitiven) wissenszentrierten Ausbildung zur Kompetenzorientierten Ausbildung (Airbus Competence Based Training – ACT) im Bereich Flugzeug-Wartungstraining beleuchten. Eine abschließende Frage-Antwort-Sequenz wird den Vortrag abrunden.
»Mal sehen, wie's läuft« – Vorteile der symbiotischen Beziehung zwischen klassischer Simulation und den Möglichkeiten der Virtual Reality am Beispiel der Verkehrsplanung
Dr. rer. nat. Eva Eggeling, Fraunhofer Austria Research GmbH, Graz
Vor 3 Jahren wurde die österreichische Tochter der Fraunhofer Gesellschaft, die Fraunhofer Austria Research GmbH, gegründet. Der Grazer Geschäftsbereich Visual Computing – eine Schwester des Fraunhofer IGD – beschäftigt sich insbesondere mit der Kopplung von Simulationsdaten und hoch-qualitativer Visualisierung in 2D und 3D. Die vorhandene Hardware, wie Multitouch-Oberflächen und CAVEs (virtuelle Räume), ermöglicht das Erleben von »Virtueller Realität«.
Anhand aktueller Forschungsprojekte wird demonstriert, wie diese Technologien u. a. zur Lösung aktueller Fragestellungen von Verkehrsbetreibern und -planern angewendet werden können.
Wahrnehmungsrealismus – Aspekte der menschlich-visuellen Kompetenz und deren Bedeutung für computergrafische interaktive Anwendungen
Ingmar Franke, TU Dresden, Institut Software- und Multimediatechnik, Dresden
Computergrafische Nutzerschnittstellen vermitteln die Kommunikation des Menschen mit Datenstrukturen. Ziel der dem Vortrag zu Grunde liegenden Forschungsarbeit ist eine Immersions- und Effizienzoptimierung dieser Schnittstellen. Im Vortrag wird das computergrafische Modell der Kamera unter Berücksichtigung wahrnehmungspsychologischer und ikonografischer Erkenntnisse analysiert und es werden im Sinne des Wahrnehmungsrealismus Optimierungsmöglichkeiten aufgezeigt. Im Gegensatz zum sogenannten Fotorealismus, der vom Modell des Fotoapparates ausgeht, orientiert sich der Wahrnehmungsrealismus am menschlichen Sehprozess. Um Wahrnehmungsrealismus zu gewährleisten, ist eine gesonderte Behandlung einzelner Bildbereiche respektive -strukturen notwendig. Im vorliegenden Fall wird das durch geometrische Korrekturen einzelner Szenenobjekte erreicht. Ein solcher geometriebasierter Korrekturprozess birgt bei bewegter Szenenpräsentation jedoch das Risiko unerwünschter dynamischer Effekte. Um diese zu vermeiden, wurde versucht, die Korrektur zeitlich auf die Phasen visueller Wahrnehmungseinschränkungen zu begrenzen. Forschungsziel war ein Konzept blickabhängiger interaktiver Nutzerschnittstellen. Die Evaluation dieses Konzeptes erfolgte durch experimentelle Blickbewegungsstudien.
Web-3D-Anwendungen und Visionen – OpenSim und Second Life im Praxistest für Unternehmen und Forschungseinrichtungen
Jan Northoff, YOUin3D.com GmbH, Berlin
Teile der digitalen Avantgarde treiben eine Ausweitung des Internet in den dreidimensionalen Raum voran. Viele Sachzwänge der körperlichen Physik und Wirtschaft werden in virtuellen Welten aufgehoben. So lassen sich Räume und Objekte erschaffen, die präzise auf die Bedürfnisse von Nutzern und Auftraggebern ausgerichtet sind. Online-3D-Avatare haben so das Potenzial zum zentralen Interface für den Netznutzer von morgen. Als wesentliche Schnittmenge zwischen gestalterischen und wirtschaftlichen Interessen haben sich in den letzten Jahren virtuelle Konferenzen, Lernplattformen und animierte Filmproduktion etabliert. Jan Northoff, Gründer der 3D-Internet Agentur YOUin3D.com GmbH, wird die verschiedenen technischen Lösungen, z. B. Second Life und OpenSim vorstellen, die im Wettbewerb um die Gunst zahlender Kunden und engagierter Nutzer ihre Angebote und ihre user experience praktisch täglich weiterentwickeln.
Teamtraining in der virtuellen Realität
Prof. Dr. Ulrike Cress, Institut für Wissensmedien, Knowledge Media Research Center, Tübingen
Der Einsatz virtueller Umgebungen zum Erlernen spezifischer Fähigkeiten und Fertigkeiten gewinnt seit einigen Jahren immer mehr an Bedeutung. Serious Games und virtuelles Training werden unter anderem zur Aus- und Fortbildung von Piloten, Medizinern, Militär und Feuerwehr eingesetzt. Virtuelles Training liefert hierbei nicht nur Trainingsmöglichkeiten, sondern auch vielfältige, neuartige Nachbesprechungs- und Feedbackmöglichkeiten für Teams. So kann z. B. nach einem Training das komplette Szenario in der virtuellen Realität aus beliebigen Perspektiven rekonstruiert werden. Der Vortrag beschreibt das Training »ViPol«, mit dem die baden-württembergische Polizei Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Bodenkräften und der Besatzung eines Hubschraubers trainiert. Es werden erste Ergebnisse präsentiert.
Gastvortragsreihe Virtual Reality – Mensch und Maschine im interaktiven Dialog
Alle Vorträge der Gastvortragsreihe zur Virtual Reality finden Sie in unserem Programmflyer







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