Intelligente Arbeitssysteme

Intelligente Arbeitssysteme

© Fraunhofer IFF

Das Fraunhofer IFF ist Innovationstreiber bei der Gestaltung der Produktionstechnik und Arbeitssysteme der Zukunft. Das Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit und Produktqualität der Unternehmen langfristig zu halten oder zu verbessern und zugleich die Flexibilität der Produktionssysteme zu erhöhen. Dafür entwickelt das Fraunhofer IFF u. a. neue Technologien für die sichere Mensch-Roboter-Kollaboration. So werden die kognitive Flexibilität und Handlungsbereitschaft des Menschen mit der hohen Produktivität automatisierter Systeme verknüpft. Es entwirft integrierte Lösungen für den Einsatz digitaler Assistenzsysteme sowie modernster Mess- und Prüftechnologien zur Qualitätssicherung in der Produktion. Und es etabliert virtuelle Lernmethoden für die flexible und effektive Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Fehlerfreie Montage großer Bauteile dank hochgenauer Assistenzsysteme

Das Fraunhofer IFF hat in einem früheren Projekt für die Firma Kolbus Assistenzsysteme auf Basis von Augmented Reality (AR) für Montageplätze der Spannsysteme mit kleinerem Arbeitsvolumen bis ca.  0,8 Meter × 0,8 Meter × 0,5 Meter entwickelt. Für ein neues deutlich größeres Bearbeitungszentrum sollte nun dieses Konzept übertragen und erweitert werden, um die Spannmittelmontage in einem Volumen bis ca. 3,6 Meter × 0,6 Meter × 0,5 Meter zu unterstützen.

Roboterassistierte Behandlung von Wirbelsäulenmetastasen

Metastasierende Tumore sind die häufi gste bösartige Erkrankung des menschlichen Skelettsystems. Die Linderung der Schmerzen und die Vermeidung von Komplikationen wie pathologische Frakturen sind wichtige Schritte in der Behandlung der Patienten. Hierfür ist die bildgeführte minimalinvasive Radiofrequenzablation (RFA) ein etabliertes Behandlungsverfahren. Für Patienten mit Wirbelsäulentumoren dient dieses Verfahren zur Stabilisierung der Wirbel und zur Vermeidung von neurologischen Störungen. Im Rahmen des Forschungscampus STIMULATE wird am Fraunhofer IFF auf Basis eines Leichtbauroboters ein Assistenzsystem entwickelt, das den Chirurgen durch intuitives Handführen bei der Elektrodenplatzierung unterstützt.

Flexibler Robotereinsatz durch projektionsbasierte Arbeitsraumüberwachung

Das Projekt »FourByThree« hatte die Konzeption und Entwicklung einer neuen Generation von Roboterlösungen für die Mensch-Roboter-Kollaboration zum Ziel. Der Projektname steht für die vier wichtigsten Charakteristika eines Robotersystems: Modularität, Sicherheit, Benutzerfreundlichkeit und Effizienz in Kombination mit den drei wesentlichen Aktoren beim kollaborativen Roboterbetrieb: Mensch, Roboter und Umgebung. Die Aufgabe des Fraunhofer IFF bestand darin, sein patentiertes projektionsbasiertes Arbeitsraumüberwachungssystem hinsichtlich Modularität, Robustheit und Industrietauglichkeit weiterzuentwickeln.