3D-Kartierung von Bauwerken

Forschung und Entwicklung im Geschäftsfeld Virtual Engineering

Eine regelmäßige Inspektion und Dokumentation des Zustandes von Bauwerken hilft, Schäden und Veränderung am Objekt frühzeitig zu erkennen. Durch rechtzeitige Gegenmaßnahmen können Folgeschäden verhindert und kostenintensive Reparaturen vermieden werden. 

© Fraunhofer IFF

Verfahren zur Datenerfassung, -auswertung und -fusion von objektoberflächennahen Objektmerkmalen

Im Rahmen der  Kooperation zwischen der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), dem Institut für Diagnostik und Konservierung an Denkmalen in Sachsen und Sachsen-Anhalt e.V. (IDK) und dem Fraunhofer Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung (IFF) wurden innovative Verfahren und Methoden für effiziente, objektivierbare und zerstörungsfreie Schadensklassifizierungen, ‑kartierungen und Monitoringstrategien entwickelt.

Das Fraunhofer IFF hat sich insbesondere mit Verfahren zur Erfassung und Auswertung von oberflächennahen Objektmerkmalen beschäftigt.

Hierzu zählen unter anderem:

  • die hochaufgelöste 3D-Erfassung von Objektoberflächen mit einem Lichtschnitt-Sensor
  • die hochaufgelösten Digitalisierung von Gebäudefassaden auf Basis eines stereo-photogrammetrischen Verfahrens
  • ein manuell gesteuertes Messverfahren, bei dem mit Hilfe eines Tastwerkzeugs Oberflächenmerkmale dreidimensional erfasst werden

Neben den Verfahren zur Erfassung wurden auch Methoden zur Visualisierung und  Auswertung der Messergebnisse untersucht. Die Fusion von Datensätzen aus den verschiedenen Datendomänen spielt dabei eine wichtige Rolle. So ist es beispielsweise möglich, zweidimensionale Bilddaten (z.B. Thermografieaufnahmen) mit hochaufgelösten 3D-Oberflächenscans zu kombinieren, um dem Anwender ganzheitliche Informationen zum Objektzustand zugänglich zu machen.

Die Arbeiten wurden mit Mitteln der Forschungsinitiative Zukunft Bau des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) - (Aktenzeichen: Z 6 – 10.08.18.7- 08.16/ II 2 – F20-08-024) sowie des Bundesinstitutes für Bau-, Stadt- und Raumforschung (Aktenzeichen: SF–10.08.18.7-10.33 / II 3 – F20-10-087) gefördert.