Modellbasiertes Messsystem zur Verschleißzustandsüberwachung und Fehlerdetektion bei elektrischen Maschinen (MeZuMa)

Forschung und Entwicklung im Geschäftsfeld Virtual Engineering

Im Kontext schwindender Primärenergievorräte, steigender Energiepreise und einem wachsenden Einsatz dezentraler regenerativer Energieerzeugungssysteme spielen Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Verfügbarkeit rotierender elektrischer Maschinen eine zentrale Rolle. In diesem Zusammenhang beschäftigt sich das Projekt MeZuMa mit dem kontinuierlichen Monitoring bezüglich der Belastung und Beanspruchung elektrischer Motoren und Generatoren, damit ausreichende Informationen über ihre Verfügbarkeit bereitgestellt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt in dem Projekt ist eine ständige Überwachung und Auswertung von Zustandsgrößen, damit Abweichungen im Verhalten der Maschinen frühzeitig erkannt werden und dadurch Ausfälle verhindert werden können. Insbesondere der Verschleiß soll auf diesen Weg überwacht werden, damit der Betreiber auf notwendige Wartungsaufgaben hingewiesen wird.

MeZuMa wird gefördert durch das Land Sachsen Anhalt und die Europäische Kommission. Projektträger ist die Investitionsbank Sachsen Anhalt.

© AEM Anhaltische Elektromotorenwerk Dessau GmbH

Die im Projekt untersuchten Maschinen werden kundenspezifisch ausgelegt und gebaut. Die Firma AEM Dessau GmbH entwickelt und fertigt Sondermaschinen die u.a. im Bereich von Wasserkraftwerken und Schiffantrieben Anwendung finden. Dabei werden der Nieder- und Mittelspannungsbereich bis ca. 6kV und Leistungen bis in den Megawatt Bereich abgedeckt.

Ein grundlegendes Ziel dieses Projekts ist die Erweiterung des Messequipments, damit die herkömmlichen Messanalysen, die teilweise auf indirekte Messgrößen zurückgreifen, entscheidend verbessert werden. Nur durch diese Herangehensweise können die zurzeit verwendeten umfangreichen Auswertealgorithmen erweitert und die Analyse bezüglich möglicher Fehler- und Verschleißdetektion verbessert werden.

Projektlaufzeit: 07.12.2016 bis 31.05.2019