Messe  /  24. März 2026  -  26. März 2026

Fraunhofer auf der digitalBau

Vom 24. bis 26. März 2026 zeigt die Fraunhofer-Gesellschaft auf der digitalBau in Köln, wie digitale Technologien die Bauwirtschaft effizienter, nachhaltiger und vernetzter machen. In Halle 8, Stand 534 präsentieren vier Fraunhofer-Institute Lösungen entlang der gesamten Prozesskette – von der Datenerfassung über die Planung bis hin zur energieeffizienten Umsetzung und automatisierten Montage.

Der Auftritt ist Teil des Fraunhofer-Leitprojekts BAU-DNS, das den Wandel im Bauwesen aktiv vorantreibt. Der Sektor spielt eine zentrale Rolle beim Erreichen der Klimaziele: Rund 40 Prozent der CO₂-Emissionen in Deutschland entstehen durch Bau und Betrieb von Gebäuden. Um diesen Anteil deutlich zu senken, müssen Sanierungen künftig schneller, kosteneffizienter und ressourcenschonender erfolgen.

BAU-DNS verfolgt drei zentrale Ansätze: die durchgängige Nutzung digitaler Daten, nachhaltige Prozesse über den gesamten Lebenszyklus und eine systemische Fertigung, die dem Fachkräftemangel entgegenwirkt. Der Bauprozess wird dabei konsequent vom Ende her gedacht – vom Rückbau und Recycling bis hin zur Wiederverwendung regionaler und recycelter Materialien.

Technologie trifft Baupraxis – erleben Sie die digitale Prozesskette am Bau!

Besucherinnen und Besucher erhalten anhand verschiedener Demonstratoren, Exponate und Visualisierungen einen Einblick in aktuelle Forschungsergebnisse. Gemeinsam zeigen die Fraunhofer-Institute, wie innovative Sensorik, intelligente Algorithmen, nachhaltige Materialien und automatisierte Fertigungsschritte die Bauprozesse von morgen präziser, effizienter und ressourcenschonender gestalten.

Automatisierte Vorfertigung und Montage von Fassadenelementen

Das Fraunhofer IFF beschäftigt sich im Rahmen des Leitprojekts BAU-DNS mit der Frage, wie sich industrielle Fertigung und digitale Prozesse im Bauwesen zusammenführen lassen. Auf der digitalBau 2026 zeigt das Institut, wie die automatisierte Vorfertigung und Montage von Fassadenelementen zu einem durchgängig digital unterstützten Bauprozess beitragen kann.

Ein Demonstrationsvideo veranschaulicht den kompletten Ablauf – von der Schnittstelle der Planung zur Vorfertigung in der Werkhalle bis hin zur automatisierten Montage auf der Baustelle. Durch die Vorfertigung unter kontrollierten Bedingungen wird eine hohe Bauteilqualität erreicht, während Montage- und Bauzeiten deutlich verkürzt werden. Da die Montage ohne Gerüste erfolgen kann, steigt zugleich die Arbeitssicherheit, und zusätzliche Kosten werden vermieden.

Die automatisierte Montage ist flexibel bis zu einer Höhe von 13 Metern einsetzbar und ermöglicht weitere Einsparungen bei Personal- und Zeitaufwand. Auch im Hinblick auf Ressourcenschonung bietet der Ansatz Vorteile: Die effiziente Nutzung von Materialien in der Vorfertigung reduziert den Verbrauch und senkt den ökologischen Fußabdruck. Zudem ist die Lösung eng in den digitalen Planungsprozess integriert. Planende erhalten direkten Zugang zu Informationen über herstellbare und lieferbare Module, was eine bessere Abstimmung und Planung ermöglicht.

Damit demonstriert das Fraunhofer IFF, wie ein durchgängig digitaler und automatisierter Workflow zu höherer Effizienz, Qualität und Nachhaltigkeit im Bauwesen führt.