Pia Stürzebecher

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Abteilung Menschzentrierte Arbeitssysteme

Forschungsschwerpunkte

  • Digital gestützter Erfahrungstransfer
  • Didaktische Gestaltung digitaler und insbesondere KI-gestützter Systeme
  • Qualitative Forschungsmethoden, insbesondere narrative Methoden

Pia Stürzebecher forscht am Fraunhofer IFF zu Fragestellungen des Transfers von Erfahrungswissen in Arbeitsprozessen. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die konzeptionelle Entwicklung und Evaluation digitaler Systeme, um implizites Wissen im Arbeitsprozess erfassbar und für organisationale Lernprozesse nutzbar zu machen. Im Rahmen interdisziplinärer Forschungs- und Industrieprojekte beschäftigt sie sich mit der Konzeption soziotechnischer Systeme, die Künstliche Intelligenz, didaktische Konzepte und arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse integrieren und in reale Anwendungsszenarien überführen.

Projekte und Arbeitsschwerpunkte (Auswahl)

  • Wenn erfahrene Mitarbeitende in Rente gehen, geht oft auch ihr Wissen verloren. Gerade das Erfahrungswissen, das nicht dokumentiert ist – wie man ungewöhnliche Störungen erkennt, knifflige Handgriffe anwendet oder den richtigen Ton im Kundendialog trifft – ist für Unternehmen kaum ersetzbar. Doch genau dieses Wissen ist essenziell für die Instandhaltung, das Onboarding neuer Fachkräfte oder den effizienten Service. Fachkräftemangel und demografischer Wandel verschärfen das Problem zusätzlich: Wissenstransfer wird zur Überlebensfrage. Im Projekt AI-Storytelling werden Ansätze erforscht, wie Erfahrungswissen in Unternehmen systematisch erfasst, aufbereitet und für andere nutzbar gemacht werden kann.

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  • © LuchschenF, Adobestock

    Der technologische Fortschritt lässt Elektrogeräte schnell altern. Die kurze Lebensdauer von oft nur wenigen Monaten oder Jahren führt einerseits zu einem stetig wachsenden Bedarf an endlichen Rohstoffen und andererseits zu einem wachsenden Berg von Elektroschrott. Recycelt wird nur ein Bruchteil aller Elektrogeräte. Ein Großteil – über 80 Prozent – des E-Waste landet auf Deponien oder in der Müllverbrennung. Und mit ihm die darin enthaltenen Materialien: Wertvolle Edelmetalle oder seltene Erden bleiben ungenutzt. Gefährliche Chemikalien und Schadstoffe können in die Umwelt gelangen. Im Projekt iDEAR entwickeln wir Lösungen für die effiziente Demontage von Elektrogeräten und für die Wiederaufbereitung und Wiederverwertung von Materialien. Wir wollen sicherstellen, dass keine Rohstoffe verschwendet und wertvolle Ressourcen länger im Umlauf gehalten werden. So entsteht eine Kreislaufwirtschaft, die elementar ist für nachhaltigen Konsum.

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