Wir reduzieren Einarbeitungszeit und Rückfragen, indem wir Erfahrungswissen strukturiert erfassen
Instandhaltung, Inbetriebnahme, Störungsbehebung – aber auch Umrüstung, Qualitätssicherung oder sicherheitsrelevante Eingriffe: In vielen Betrieben hängt die Qualität dieser Aufgaben an wenigen erfahrenen Köpfen. Gleichzeitig verändern Automatisierung und Personalmangel die Arbeit: Mitarbeitende müssen seltene, aber kritische Situationen sicher beherrschen. Wenn erfahrene Fachkräfte gehen, geht oft auch das »Warum«: Warum macht man Schritt 7 genau so und nicht anders? Dieses implizite Wissen steht nicht in Handbüchern und es lässt sich schwer »auf Zuruf« dokumentieren.
Mit KIMO hat das Fraunhofer IFF eine Vorgehensweise entwickelt, die eine Wissensdokumentation direkt während der Arbeit unterstützt. Der KI-Moderator dient als Werkzeug innerhalb eines betrieblichen Wissens- und Assistenzprozesses, das Erfahrungswissen systematisch strukturiert, ausgibt oder ergänzt. KIMO begleitet Fachkräfte per Sprachausgabe und stellt gezielte Rückfragen – wie ein guter Interviewer. Die Fachkraft kann ihr Vorgehen erläutern, Nachfragen stellen oder Rückmeldungen geben. KIMO greift diese Impulse auf und formuliert Inhalte bei Bedarf um – verständlicher, präziser oder aus einer anderen Perspektive. So entstehen nicht nur Schrittfolgen, sondern auch Erklärungen, typische Fehlerbilder, Warnhinweise, Randbedingungen und Erfahrungswerte. Das Ergebnis wird strukturiert abgelegt und kann später über einen Chatbot abgerufen werden, in natürlicher Sprache und passend zur konkreten Situation am Arbeitsplatz.