Digitales Raumbuch – klare Anforderungen, sichere Bauplanung, BIM-ready

Strukturieren Sie komplexe Nutzeranforderungen, schaffen Sie Kostensicherheit und übergeben Sie ein perfektes Bauherrenmodell an Ihre Planungs- und Projektteams

Komplexe Gebäude entstehen nicht im CAD-Modell, sondern in der frühen Bedarfsermittlung. Hier entscheidet sich, ob ein Sonderbau später funktioniert oder teuer angepasst werden muss.

Das Digitale Raumbuch bündelt alle Anforderungen an Räume, Funktionen und Ausstattung zentral und strukturiert. Anstelle verstreuter Excel-Tabellen und E-Mail-Anhänge entsteht ein Bauherrenmodell von der ersten Bedarfsidee bis zur Übergabe an die Bauplanung.

Ideal für komplexe Bauvorhaben wie Forschungsgebäude, Labor- und Sonderbauten sowie öffentliche Großprojekte mit hohen Dokumentationspflichten.

Datenschutz und Datenverarbeitung

Wir setzen zum Einbinden von Videos den Anbieter YouTube ein. Wie die meisten Websites verwendet YouTube Cookies, um Informationen über die Besucher ihrer Internetseite zu sammeln. Wenn Sie das Video starten, könnte dies Datenverarbeitungsvorgänge auslösen. Darauf haben wir keinen Einfluss. Weitere Informationen über Datenschutz bei YouTube finden Sie in deren Datenschutzerklärung unter: https://policies.google.com/privacy

Anforderungen früh sauber aufnehmen – statt sie später mühsam nachzupflegen: Dafür gibt es das Digitale Raumbuch. Die Software sammelt Raum-, Flächen- und Ausstattungsdaten zentral und nachvollziehbar. So entstehen ein belastbares Raumprogramm und klare Schnittstellen zwischen Nutzung und Bauherr.

Warum klassische Raumbücher scheitern

Bei komplexen Bauprojekten entstehen die größten Kosten- und Planungsrisiken nicht auf der Baustelle, sondern vorher: in Excel-Tabellen, E-Mail-Anhängen und unstrukturierten Word-Dokumenten und in der Abstimmung zwischen zahlreichen Stakeholdern wie Nutzervertretungen, Fachplaner:innen, Bauherren und Projektsteuerung. Dort entstehen Medienbrüche, widersprüchliche Datenstände oder eine fehlende Versionierung. So gehen Anforderungen verloren oder lassen sich nicht prüfbar in Vergaben (u. a. nach VOB) übersetzen.

Besonders kritisch ist das bei Labor- und Sonderbauten, wo technische Parameter wie Sicherheitsstufen, Medienversorgung, Flächenkennzahlen exakt und nachvollziehbar dokumentiert sein müssen. 

Was das Digitale Raumbuch anders macht

Mit seiner durchgehend digitalen und strukturierten Arbeitsweise schließt das Digitale Raumbuch des Fraunhofer IFF die Lücken klassischer Raumbücher und schafft ein zentrales, strukturiertes, BIM-fähiges Anforderungsmodell als verlässliche Basis für moderne Bauprojekte.

Kernfunktionen (Auswahl):

  • Strukturierte Anforderungsaufnahme
    • Erfassen von Funktionsbereichen, Flächen und Ausstattung in einer Oberfläche
    • Frei definierbare Parameter
  • Musterräume und -ausstattungen
    • Wiederverwendbare Vorlagen für Flächen und Ausstattungen
    • Übersichtliches Erstellen von Prüfsummen auf Basis von Stellen-, Flächen- oder Nutzeranforderungen – ideal für Forschungsgebäude und hochspezialisierte Bereiche
  • Dashboards mit Kosten- und Flächenübersichten
    • Cockpit mit Kennzahlen, Aufgaben, Meilensteinen und Variantenvergleichen
  • BIM-Integration über IFC-Export
    • Übergabe an Planungssoftware
  • Kollaboration und Änderungsverfolgung
    • Rollen- und Rechtemanagement, Kommentarfunktion, Änderungslog und zentrale Datenhaltung

Ihr Nutzen – je nach Rolle im Bauprojekt

Für Bauherren und Bauträger

  • Kostensicherheit ab den frühen Leistungsphasen: Budget- und Flächenrahmen lassen sich früh simulieren und später laufend abgleichen.
  • Transparente Entscheidungen: Varianten werden faktenbasiert verglichen – inklusive Auswirkungen auf Kosten, Nutzung und Betrieb.
  • Wissen bleibt erhalten: Musterräume, Regeln und Kennzahlen sind projektübergreifend wiederverwendbar.

Für öffentliche Auftraggeber

  • Einhaltung von Flächenbudgets: Berücksichtigung von Anwesenheitsfaktoren bei der Büroplanung.
  • Konsistente Daten: Informationen können direkt in Leistungsbeschreibungen und Verträge einfließen.
  • Langfristige Nachnutzung: Daten können für Ausbau, Erweiterung, Betrieb und digitale Zwillinge weiterverwendet werden.

Für Architekt:innen und Generalplaner

  • Strukturiertes Bauherrenmodell als klarer Startpunkt: Anforderungen fließen direkt in Planungssoftware und BIM-Modelle.
  • Planung von Funktionsbereichen: Starten Sie Ihre Planung kollaborativ – in einem Nutzerworkshop.
  • Weniger Rückfragen, weniger Iteration: Nutzungs-, Technik- und Funktionsanforderungen sind präzise dokumentiert.
  • Schnelleres Varianten- und Flächenmanagement: Szenarien (z. B. unterschiedliche Labor- oder Bürocluster) können früh getestet und beurteilt werden.

Typische Bauprojekte

  • Öffentliche Großprojekte
    etwa GNUE, Hochschulbau und Verwaltung
    • Einheitliche Struktur für Raumanforderungen, Flächen, Kosten und Dokumentation über lange Laufzeiten
  • Forschungs- und Laborgebäude
    für Universitäten, Forschungsfertigungen, Technologiezentren und Kliniken
    • Präzise Erfassung technischer Parameter wie Sicherheitsstufen und Medienversorgung für Sonderflächen
  • Erweiterung und Umbau komplexer Bestandsgebäude

So läuft ein Projekt mit dem Digitalen Raumbuch ab

  1. Kick-off und Anforderungsanalyse
    • Workshop mit Bauherr, Nutzervertretung, Planer:innen
    • Definition von Zielen, Rahmenbedingungen, BIM-Strategie, Schnittstellen und Datenstruktur
  2. Struktur und Musterräume
    • Einrichten des Projekts im Digitalen Raumbuch
    • Definition von Stellen, Funktionsbereichen und Raumarten
    • Aufbau von Musterräumen und Regeln
  3. Anforderungsaufnahme und Varianten
    • Erfassen der Anforderungen für Nutzer:innen und Bauherren durch Eingabemasken
    • Variantenbildung mit Flächen-, Kosten- und Funktionsvergleich
  4. Validierung und Freigabe
    • Abstimmung im Projektteam, Kommentieren und Versionierung
    • Freigabe des digitalen Bauherrenmodells
  5. BIM-Übergabe und Weiterverwendung
    • Datenübergabe an Planungstools der Architekturbüros und Fachplaner
    • Unterstützung des offenen IFC-Austauschformats
  • Was ist ein digitales Raumbuch?

    Ein Software-Tool, das die Anforderungen an Räume, Flächen und Ausstattungen eines Gebäudes zentral erfasst, versioniert und auswertbar macht. Im Unterschied zum klassischen Raumbuch in Papierform oder Excel ist es BIM-fähig und kollaborativ.

  • Für welche Bauprojekte eignet sich das Digitale Raumbuch des Fraunhofer IFF?

    Für komplexe Neu- und Umbauten mit vielen Stakeholdern und hohen Dokumentationsanforderungen. Dazu zählen Forschungs- und Laborgebäude, Hochschulbau, Kliniken und Sonderbauten.

  • Wie unterstützt das Digitale Raumbuch die BIM-Methodik?

    Es liefert ein strukturiertes Bauherrenmodell, das über IFC oder weiteren Formaten direkt in Planungs- und Betreiberprozesse überführt werden kann. 

  • Kann ich Bestandsgebäude integrieren?

    Ja – durch eine integrierte IFC- und Excel-Schnittstelle.

Warum das Digitale Raumbuch vom Fraunhofer IFF?

  • Praxisbewährt in komplexen Forschungs- und Sonderbauten
    Entwickelt aus realen Bauprojekten der Fraunhofer-Gesellschaft und öffentlicher Auftraggeber
  • Forschung trifft Umsetzung
    Know-how in BIM, digitalem Bauen, Fabrikplanung und digitalen Zwillingen aus einem Haus
  • Kontinuierlich weiterentwickelt
    Im Rahmen aktueller Forschungsprojekte zur Gestaltung innovationsfördernder Arbeitswelten, Bauprozessen und nutzerzentrierter Planung

Sprechen wir über Ihr Bauprojekt! Sie planen einen komplexen Neu- oder Umbau und möchten Anforderungen, Kosten und Flächen von Anfang an im Griff haben? Lassen Sie uns prüfen, wie das Digitale Raumbuch Sie unterstützen kann.
 

Jetzt Demo anfragen

Falls sich kein Mailprogramm öffnet: raumbuch@iff.fraunhofer.de

Fachlich verantwortlich:

Stefanie Samtleben – Wissenschaftlerin für Energieflexibilität in der Produktion, BIM für Industrie-4.0-Fabriken, Automatisierung von Qualitätsprüfungen in der Planung und auf der Baustelle (zum Expertinnenprofil)

Seite zuletzt fachlich geprüft: 03.2026