Ressourcenschonendes Wassermanagement in Produktionsprozessen

Wir helfen Ihnen, industrielle Wasser- und Abwassersysteme sicher zu steuern

Fast jeder Produktionsbetrieb benötigt Wasser und produziert Abwasser. Gleichzeitig wird Wasser vielerorts knapp. Der Betrieb industrieller Wasseranlagen wird anspruchsvoller, weil behördliche Überwachungs- und Grenzwerte weiter sinken. Das erhöht den Druck auf Betrieb, Nachweisführung und Investitionsentscheidungen. Hinzu kommen steigende Kosten für Energie, Betriebsmittel wie Fällungs- und Flockungsmittel sowie für die Entsorgung von Reststoffen.

Wir helfen Ihnen, Wasser- und Abwassersysteme in der Produktion transparent, steuerbar und planbar zu betreiben – auf Basis Ihrer Betriebsdaten, mit Simulationen im digitalen Zwilling und mit umsetzbaren Betriebs- und Umbaukonzepten.

© Adobestock, M-Production

Kurz-FAQ

  • Was ist der typische Aufwand auf unserer Seite?

    Wir starten mit einem kurzen Daten- und Prozesscheck. Danach stimmen wir Vorgehen, Rollen und Zeitfenster passend zu Ihrer Anlage ab.

  • Was liegt am Ende vor und wofür können wir es nutzen?

    Sie erhalten eine priorisierte Maßnahmenliste und ein Betriebskonzept, das Wirkung, Aufwand und Risiken transparent macht. Das eignet sich als Grundlage für interne Entscheidungen und für die Nachweisführung.

  • Müssen wir dafür umbauen oder stillsetzen?

    Nicht zwingend. Viele Stellhebel liegen im Betrieb, in Mess- und Monitoringlogik und in Regelstrategien. Umbauoptionen bewerten wir vorab mit Daten und Simulation, damit Sie Entscheidungen ohne Blindflug treffen.

Wasser ist industrieller Standortfaktor

Viele Betriebe merken: Wasser ist nicht nur Betriebskostenblock, sondern ein Risikothema für die Lieferfähigkeit – etwa durch Trockenperioden, Nutzungskonkurrenz, Genehmigungen und Nachweispflichten. Für Entscheider geht es deshalb weniger um die Frage »Haben wir genug Wasser?«, sondern um: Wie robust ist unser Standortbetrieb und was kostet Instabilität?

Kostentreiber, die häufig unterschätzt werden:

  • Energie (Pumpen, Belüftung, Aufbereitung)
  • Chemikalien und Betriebsmittel (z. B. Fällung/Flockung)
  • Reststoffe und Entsorgung
  • Produktionsrisiken durch Störungen, Grenzwertabweichungen und Anfahrverluste

Wasser- und Abwassersysteme in der Produktion optimieren

Unser Fokus liegt auf dem effizienten und stabilen Betrieb industrieller Wasser- und Abwassersysteme mit einem klaren Blick auf Wirtschaftlichkeit, Betriebssicherheit und Umweltanforderungen. Dazu analysieren wir verfahrenstechnische Abläufe, binden reale Betriebsdaten ein und bilden Ihre Anlage als digitalen Zwilling in Simulations- und Bewertungstools ab. So erkennen Sie Stellhebel für Prozess- und Betriebsmitteloptimierung, entwickeln belastbare Anpassungskonzepte und verbessern Mess- und Automationsstrukturen. Je nach Ziel unterstützen wir auch bei Wasserwiederverwendung und bei der Energiegewinnung aus Abwasser und organischen Reststoffen. Ergebnis ist ein umsetzbarer Plan, der in Ihren Betrieb passt – technisch, organisatorisch und wirtschaftlich.

So reduzieren Sie Aufwand im laufenden Betrieb und bekommen eine belastbare Grundlage für Investitions- und Umbauentscheidungen.

Je nach Anlage und Ziel kombinieren wir folgende Bausteine:

  • Verfahrenstechnische Analyse Ihrer Prozesse und Anlagen mit Wasserbezug
  • Integration realer Betriebsdaten in Simulations- und Bewertungstools (digitaler Zwilling)
  • Optimierung und Anpassungskonzepte für Prozesse, Betriebsmittel, Automatisierung und Anlagen
  • Mess-, Automations- und Monitoringkonzepte für Wasserinfrastrukturen
  • Verfahren zur Wasserwiederverwendung und Kreislaufführung
  • Energiegewinnung aus Abwasser und organischen Reststoffen, z. B. in der Biogasproduktion

Von Anforderungen zu Maßnahmen: typische Einsatzfelder

Die EU hat die Industrial Emissions Directive (IED) aktualisiert. BAT (Best Available Techniques) und wirksame Emissionsminderung rücken stärker in den Fokus. Für Betriebe heißt das: Nachweise werden wichtiger und Entscheidungen müssen sich belastbar begründen lassen. Wer seine Anlage mit Daten und Modell versteht, kann Maßnahmen schneller bewerten und Umbauentscheidungen fundierter vorbereiten.

Typische Einsatzfelder (je nach Branche und Anlage):

  • Produktionsnahe Abwasserbehandlung (Lastspitzen, wechselnde Zusammensetzungen)
  • Wasseraufbereitung für Prozesswasser (Qualität stabil halten, Ressourcen schonen)
  • Standort-Infrastruktur (Mess- und Automationskonzepte, Resilienz, Monitoring)
  • Umbau oder Erweiterung bestehender Anlagen (Anpassungskonzepte statt Neubau)

FAQ aus der Praxis | Technische Fragen

  • Welche Möglichkeiten gibt es, meine Wasseranlage zu optimieren?

    Das Spektrum reicht von schnellen Betriebsmaßnahmen (Parameter, Dosierung, Regelung) über Mess- und Automationsupgrades bis zu Umbau- und Erweiterungskonzepten, etwa für Wasserwiederverwendung oder Kreislaufführung. Wir bewerten Optionen vor der Umsetzung mit Daten und Simulation, priorisieren nach Wirkung und Aufwand und liefern eine Roadmap, die Investitionen und Betrieb zusammen denkt.

  • Lohnt sich Wasserwiederverwendung für uns überhaupt?

    Das prüfen wir anhand Ihrer Qualitätsanforderungen, Frachten und Betriebsbedingungen und bewerten technische Optionen samt Risiken und Nutzen.

  • Was brauchen Sie von uns an Daten?

    Idealerweise Betriebsdaten (z. B. Durchflüsse, Leitfähigkeit/pH, Laborwerte, Energieverbräuche, Dosiermengen) plus Prozessbeschreibung. Wenn Daten lückenhaft sind, definieren wir ein schlankes Mess- und Monitoring-Setup.

Fachlich verantwortlich:

Prof. Jürgen Wiese, Wissenschaftler am Fraunhofer IFF
Schwerpunkte: Simulation von Abwasser- und Biogasanlagen, Energieeffizienz von Kläranlagen und Wasserwerken, Mess- und Automationstechnik für umwelttechnische Anlagen, Biogas aus organischen Reststoffen, Entfernung anthropogener Spurenstoffe (4. Reinigungsstufe)
Zum Expertenprofil: Prof. Jürgen Wiese

Seite zuletzt fachlich geprüft: 02.2026